Carolinencampus

Webseite der Neuen Carolinengesamtschule Bochum

Digitaler Tag der offenen Tür 2020

Willkommen zum digitalen Tag der offenen Tür an der Carolinenschule!

Erfahren Sie hier mehr über den Unterricht an unserer Schule, das Programm im Ganztag und die Oberstufe

Die Carolinenschule...

…ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule.

…arbeitet nach Richtlinien und Kernlehrplänen des
Landes NRW.

…garantiert einen behutsamen
Übergang von der Grundschule
zur weiterführenden Schule.

…hat zweizügige Jahrgänge mit kleinen Klassen bis zu 22 Schüler*innen.

…hat eine lernförderliche Ausstattung in
modernen Lernräumen und mit iPads 

…legt durch Projektarbeit Grundlagen für
gegenwartsbezogenes und fächerübergreifendes
Lernen.

…bietet ein bilinguales Angebot.

…unterstützt im gebundenen Ganztag das Lernen
mit- und voneinander.

…bietet verlässliche Betreuung,
Förder- und Forderangebote
sowie abwechslungsreiche AGs.

…hat eine kleine und überschaubare Oberstufe, die
persönlich auf die Schüler*innen eingeht 

…bietet in der Oberstufe ein attraktives und vielfältiges Fächerangebot

Wir sind...

Gymnasium Gesamtschule Gymnasiale Oberstufe
ab Klasse 5 und 6
in den Klassen 7 bis 10
in den Klassen 11-13

Neugierig geworden?

Lassen Sie sich von Linh und Tamy (Klasse 8a) durch unsere Schule führen!

Unterricht

Sie wollen wissen, wie der Unterricht an der Carolinengesamtschule aussieht? Kein Problem, werfen Sie einfach einen Blick in unsere Klassenzimmer!

Ein zentraler Teil unseres Schulprogramms ist das Projektlernen, das in jedem Jahrgang in unterschiedlichem Umfang in der Stundentafel vertreten ist. Der Projektunterricht vermittelt prozedurales und flexibel anwendbares Wissen, indem die Schülerinnen und Schüler in den dafür notwendigen Kompetenzen geschult werden, allen voran die Problemlösekompetenz. Selbstständiges Planen und Arbeiten steht im Fokus des Projektunterrichts. Außerdem bietet der Projektunterricht den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum hinweg an Themen zu arbeiten die sie interessieren, nicht an Themen, die er Lehrplan ihnen aufzwingt. 

Jedes Jahr serviert die Fachschaft Deutsch ein Menü der besonderen Art: um den (Lese)Hunger zu stillen gibt es als Vorspeise zauberhafte Spannung mit Harry Potter, zum Hauptgang ein wenig Drama mit den Tributen von Panem und als Nachspeise etwas „Süßes“ von Magit Auer aus der magischen Tierwelt. An der Carolinenschule kein Problem, hier wird jeder Buchgeschmack bedient. Bevor es alljährlich ins Leseprojekt geht, richtet die Fachschaft Deutsch ihr berühmtes Lese-Diner aus, bei dem die Schülerschaft sich durch eine Vielzahl empfehlenswerter guter Bücher „futtert“, die sie anschließend kreativ bearbeiten.

Lesen muss nicht langweilig sein! Jedes Jahr vor den Sommerferien heißt es für die Jahrgänge 5-7 auf nach Nimmerland, Hogwarts, Forks, Tatooine, District 12 oder Narnia. Sie begleiten ihre Helden in spannende Abenteuer, besiegen die schlimmsten Feinde und leiden auch mal mit, wenn die große Liebe den Protagonisten verlässt. Was sie auf ihrer Reise quer durch fantastische Welten erleben, halten sie in Lesetagebüchern fest: hier wird gemalt, geschrieben und gebastelt, was das Zeug hält, damit auch andere Lust bekommen Harry, Hanna Baker oder Mister Mortimer Morrison kennen zu lernen.

Ganztag

Ganztag bedeutet nicht nur eine verlässliche Betreuung Ihrer Kinder, sondern auch ein vielfältiges Nachmittagsangebot in der Form von AGs und Förder-/Forderunterricht – täglich, bis 17 Uhr! Darüber hinaus gibt es an unserer Schule über das Jahr verteilt immer wieder Anlässe, an denen Schüler*innen und Lehrer*innen außerhalb des Unterrichts gemeinsam Zeit verbringen, sei es der Weihnachtszauber oder die Unterstufenparty. 

Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in einen Teil unseres Ganztagsangebots! 

Arbeitsgemeinschaften/Mittagspausenangebote

Die Schülerinnen und Schüler der Carolinenschule brachten ihr erstes Stück „Hilfe, die Herdmanns kommen“, am 18. Dezember 2012, im Rahmen eines Projekts auf die Bühne. Der Lohn: ein unterhaltenes Publikum, strahlende und zufriedene Kinder, stolze Eltern – und die Geburt der Theater AG. Seitdem begeisterten die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen am letzten Mittwoch vor den Winter- und den Sommerferien mit folgenden Inszenierungen:

  • Die Akte Gallager (Sommer 2013)
  • Die Herrin der Diebe (Winter 2013)
  • Ein Sommernachtstraum (Sommer 2014)
  • Momo (Sommer 2015)
  • Der Glöckner von Notre Dame (Sommer 2016)
  • König Artus (Sommer 2017)
  • Die drei Wünsche des Sultans (2018)
  • Paul IV und die Schröders (Sommer 2019)

Grundsätzlich kann natürlich jeder, der Spaß am Spielen hat und sich auf der Bühne ausprobieren möchte, teilnehmen. Die Teilnehmerzahl ist aber natürlich abhängig vom jeweiligen Stück.

Klein, aber schon ganz schön laut: Die Sechsköpfige Combo, bestehend aus klassischen Bandinstrumenten und Gesang rockt schon seit ein paar Wochen jeden Dienstag in der Mittagspause (unüber)hörbar vor sich hin. Auch hier verhinderte Corona leider einen ersten Auftritt am „echten“ Tag der offenen Tür. Aber auch hier wird die Zeit genutzt, um bei einer ersehnten Lockerung der Beschränkungen mit einem kleinen Repertoire für alles bereit zu sein, was dann wieder kommen darf. Das kann auch gerne ein neues Mitglied sein, denn  der Bassist ist zurzeit aus der Mittelstufenband geliehen und gibt das viersaitige Instrument gerne an jüngere Mitglieder weiter.

Es begann im letzten Jahr mit zwei Sängerinnen, die von Playbacks und ihrer Musiklehrerin begleitet bei schulinternen Gelegenheiten ihre ersten Auftritte absolvierten. Im neuen Schuljahr gewannen sie dank ihrer Überzeugungskraft einen Schlagzeuger, einen Pianisten  und einen E – Gitarristen dazu, so dass sie sich jetzt fast als ausgewachsene Band fühlen können.

Dass der Bass zurzeit noch von einem Lehrer gespielt werden muss, fällt da gar nicht mehr auf. Jeden Montag probt die Besetzung fleißig an selbstgeschriebenen und gecoverten Songs. Wenn auch mit dem „Weihnachtszauber“ der erste geplante Auftritt coronabedingt ausfallen musste, trotzen sie der Pandemie mit viel Elan, wie auch Masken, offenen Fenstern und Plexiglaswänden, und arbeiten am weiteren Zuwachs, an neuen Bandmitgliedern und Songs.

Jeden Donnerstag finden sich 8 junge Pianisten im Keller rund um den Musikraum, um auf Keyboards und E – Pianos neue Stücke zu lernen. Die Schüler*innen spielen teilweise alleine, teilweise zusammen und werden von der Lehrperson unterstützt. Von Anfängern aus der 5. Klasse bis zu weit fortgeschrittenen aus der 11. sind alle Alters- und Schwierigkeitsstufen vertreten. Auch hier wäre der „Weihnachtszauber“ eine gute erste Gelegenheit gewesen, ihr Können unter Beweis zu stellen – das können die Mitglieder zur Not aber auch alleine zu Hause. Auch hier sind neue Mitglieder jeder Erfahrungsstufe herzlich willkommen.

Einfach mal sehen, wie die vielen Instrumente, die im Musikraum teilweise neu angeschafft wurden, klingen: Diese Möglichkeit gibt es ausdrücklich auch für Anfänger beim wöchentlichen „offenen Musikraum“. Leider kann der in der Zeit der Pandemie nicht stattfinden, da Instrumente nicht mehr weitergegeben werden dürfen und die Mittagspause entfallen ist. Sobald wir wieder zum normalem Betrieb zurückkehren, wird der „offene Musikraum“ wieder wöchentlich stattfinden.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schüler ein breites Sport-AG-Angebot an, wie zum Beispiel die Ballsport AG. Hier werden verschiedene Ballsportarten praktiziert, angefangen bei Fußball, Handball, Basketball, Völkerball und mehr. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Regelwerke der einzelnen Sportarten und entwickeln Teamgeist.

Die Box- und Selbstverteidigungs-AG fördert die motorischen Fähigkeiten und stärkt das Individuum in punkto Selbstsicherheit und bei er eigenen Körperwahrnehmung. 

Wir feiern Feste, wie sie fallen!

Jedes Jahr feiern die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften im Oktober und Mai eine Party, bei der es ausschließlich um Spaß und einen lustigen Nachmittag geht, an dem alle Jahrgangsstufen über Klassengrenzen hinweg die Möglichkeit haben zu sich kennen zu lernen, gemeinsam zu spielen, zu essen und zu trinken. Da verwandelt sich der Klassenraum schonmal in eine Karaoke-Bühne, die Flure in Spielhallen, der Keller in ein Gruselkabinett und die Lehrer in Zombies…

Das Highlight des Jahres: Der Weihnachtszauber

Seit 2013 heißt es jedes Jahr im Dezember: Basteln, Bauen, Backen für den Weihnachtszauber an der Carolinenschule. Die Schülerinnen und Schüler gestalten schon Wochen im Voraus in liebevoller Kleinstarbeit zahlreiche Geschenke für Groß und Klein. Am Tag selbst verwandelt sich die Aula in einen zauberhaften Weihnachtsmarkt, der – neben einem Jahrmarkt, dem Besuch der mittelalterlichen Schausteller von Bochum 1388 oder Aktivitäten wie Feuerfußball – auch mit zahlreichen Speisen und Getränken aufwartet.
Ein Besuch lohnt sich immer! Überzeugen Sie sich selbst davon:

Oberstufe

Erfahren Sie hier mehr zu einigen Fächern in unserer Oberstufe!

Philosophie

Problem: Wie kann man das Fach Philosophie am besten erklären?

Versuch Nummer 1: Philosophie ist wie Religion, nur ist Gott nicht immer die Antwort auf alle Fragen. Außerdem lesen wir sehr selten die Bibel. Und unser Ziel ist es nicht, irgendjemanden von einem Glauben zu überzeugen (was, zugegeben, der moderne Religionsunterricht auch nicht mehr tut). Philosophie ist also eigentlich nicht wie Religion. 

Versuch Nummer 2: Nachdem der erste Versuch gescheitert ist, hier eine neue Theorie! Betrachtet man das Wort „Philosophie“ wird sofort auffallen, dass es vom altgriechischen φιλοσοφία stammt, latinisiert philosophia, wörtlich übersetzt „Liebe zur Weisheit“. Die Weisheit spielt also eine Rolle! Aber das erklärt noch immer nicht, was man im Fach Philosophie genau macht, denn sicherlich spricht man dort nicht den ganzen Tag darüber, warum Weisheit so verdammt cool ist, oder?

Versuch Nummer 3: Betrachtet man die Themen des Philosophieunterrichts genauer, hilft das vielleicht weiter. Thematisch ausgerichtet ist der Philosophieunterricht an den vier kantischen Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Am Ende der Q2 können unsere Schüler diese Fragen gut beantworten – es sei denn, sie wählen Philosophie nach der Q1 ab (früher ist dies nicht möglich, da es in EF und Q1 eine Pflichtbelegung ist), dann  können sie diese Fragen nur lückenhaft beantworten.

Der Versuch, unser Problem zu lösen, spiegelt einen typischen Ablauf einer Unterrichtsreihe im Fach Philosophie wieder. Am Anfang steht immer ein größeres Problem, das beantwortet werden möchte. Dann werden den jungen Philosophierenden verschiedene mögliche Antworten auf dieses Problem vorgestellt, diese werden kritisch betrachtet und bewertet. Spätestens nach der ersten Reihe fällt den Weisheitsliebenden allerdings meistens aus, dass es die eine richtige Antwort auf eine philosophische Frage überhaupt nicht gibt. Stattdessen ist die Suche nach Weisheit eine lebenslange Aufgabe, auf die unsere Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht bestens vorbereitet werden! 

Sozialwissenschaften

Das Fach „Sozialwissenschaften“ in der Oberstufe
Oft wird das Fach „Sozialwissenschaften“ aufgrund seiner Nebenfach-Funktion in seiner Wichtigkeit unterschätzt. Das allergrößte Ziel des Faches ist der Beitrag zur Entwicklung unserer Schüler*innen zu mündigen Bürger*innen, welche die Wirklichkeit sowie gesellschaftlich wirksame Strukturen und Prozesse verstehen und somit in demokratisch verfassten Gemeinwesen mitwirken können. – Denn die Zukunft liegt in den Händen unserer Jugendlichen – nicht nur soziologisch, sondern auch wirtschaftlich und politisch. 

In diesem Fach sind kontroverse Meinungen und Haltungen bei einem offenen und respektvollen Umgang im Kursverband herzlich willkommen – sogar gewünscht! Kontroversität und Multiperspektivität führen zu einer Vielfalt und zum kritischen Hinterfragen anderer Positionen.  

Der erste Kontakt zu wirtschaftlichen Strukturen und Prozessen ermöglicht den Schüler*innen auch aktuell in der herrschenden Pandemiephase die Maßnahmen des Staates und ihr eigenes politisches, soziologisches oder wirtschaftliches Verhalten zu durchdenken, zu hinterfragen und demnach ihr Handeln und Denken zukunftsorientiert zu gestalten. Mit soziologischen Fragestellungen wie „Die Gesellschaft – eine Fessel oder Halt für den Einzelnen?“ werden Normen und Werte in der Gesellschaft, Rollenmodelle/Rollenhandeln in ihrer Wichtigkeit für das gemeinschaftliche harmonische Zusammenleben erarbeitet und kritisch betrachtet. Die Möglichkeit an die politischen Themen heranzugehen haben unsere Schüler*innen nicht nur theoretisch, sondern auch durch das praktische Kennenlernen von Themenpunkten wie „Wählen – Wie geht das?“ oder „So viele Parteien und Programme! – Wie finde ich meine politische Orientierung?“ am Beispiel der Kommunalwahlen 2020 für Bochum kennengelernt. Dafür wurden Parteiprogramme der in Bochum kandidierenden Parteien unter unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie „Bildung und Forschung“, „Migration“, „Wirtschaft, Finanzen und Soziales“, „Umwelt“ und auch „Corona-Maßnahmen“ kritisch betrachtet und verglichen, sodass im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe vor den Wahlen mithilfe eines „Wahl-O-Mat‘s“ die eigene politische Orientierung herausgestellt und hinterfragt wurde.

So steht Demokratielernen für den Erwerb jener Kompetenzen, die unsere Schüler*innen dabei unterstützen, Schritt für Schritt ihre unterschiedlichen Rollen als mündige Bürger*innen in unserer Gesellschaft, in unserem Staat und unserer Wirtschaft zu übernehmen, kritisch zu reflektieren und zu gestalten. Diese aktive Rollenübernahme schließt ein, eigene Interessen, Rechte und Pflichten selbstbestimmt und in sozialer Verantwortung wahrzunehmen, Partizipation zu leben, Konflikte angesichts der Verschiedenheit und Vielfalt menschlicher Interessen und Wertvorstellungen in einer demokratischen und pluralen Gesellschaft als gegeben zu akzeptieren und sie unter Anerkennung der Menschenrechte und der grundlegenden Wertebezüge  der Verfassung auszutragen.

Komm in unsere Oberstufe – Werde auch Du ein aktives Mitglied der Schule, der Gesellschaft, des Staates!

Geschichte

Geschichtsunterricht in der Oberstufe

Das Jahr 2020 geht wohl als Jahr, in dem der Corona-Virus auf der „ganzen Welt“ zu tiefen Einschnitten führte, in die Geschichte ein. In wenigen Jahren wird sicherlich das Thema „Corona“ und die weitreichenden Folgen dieser Pandemie, so wurde auch unser Schulalltag vor große Herausforderungen gestellt, in Schulbüchern des Faches Geschichte zu finden sein. Für lange Zeit wird es im Geschichtsunterricht aufgegriffen werden, um anhand dieses Ereignisses in die Vergangenheit zu blicken, die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu gestalten.  Die Umsetzung dieses Leitsatzes, was die Herstellung von Gegenwartsbezügen zur Welt der Schülerinnen und Schüler zwingend nötig macht, begleitet stets den Unterricht der Sekundarstufe I und II. So wird er in der Oberstufe im Zusammenhang mit den Vorgaben des Zentralabiturs und der vertieften Behandlung von Epochen und Themen befolgt, die von der Antike bis ins 21. Jahrhundert reichen. Dabei wird regelmäßig das authentische Erleben von Vergangenheit durch Exkursionen wie z. B. zum Haus der Geschichte in Bonn ermöglicht.  

Besuch im Haus der Geschichte in Bonn

Gereist ist der Mensch schon immer und hielt seine Reiseerfahrungen oftmals in Gedichten fest. Der Leistungskurs Deutsch der Q2 verfasste im Rahmen des Unterrichtsvorhabens „unterwegs sein“ – Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart auch selbst Reiselyrik.

Lesen Sie hier zwei besonders gute Ergebnisse!  

Im Grünen stehe ich mitten drin
Höre Lerche und auch Amsel sing’n
Doch nichts vermag mir Freude bringen

Ein Berg, ein Tal, ein Weg in sich
Im Geäst der Zeit verirr ich mich
Ich möchte fort, Nein, ich will bleiben
Meine Seele entzwei und ich muss leiden

Ich schließe die Augen gehe zurück
Lasse mich tragen Stück für Stück
Das Reisen nur Schmerz, kein Glück

Und endlich bin ich angelangt
Sehe ich das Grauen angerannt
Kein Abstand hier von Wand zu Wand
Ich muss weg, weg ins ferne Land

(von Max H., Q2)

Reise

A – nfang. Die erste Reise.

       Gespannt wohin es geht.

       Nicht weit. Ende

 

L –  oslassen. Zweite Reise.

       ein ewiges Ziel erreicht!

       Doch wieder verloren.

       Betrug. Ende.

 

L – iebe? Dritte Reise.

       Das Geschehene vergessen.

       Dieses Mal Ich der Böse?

       Mittel zum Zweck. Ende

 

K – ann es dieses Mal das Ziel sein?

       Reise Nummer 4. Gefunden?

       Hoffnung, langes Glück.

       Perfektion? Wer weiß.

(von Anonym,  Q2)

            Was ist das Ziel?       

Deutsch

Deutschunterricht in der Oberstufe

„Wieso müssen wir sowas Altes lesen?“ „Wofür brauche ich im Leben eine Gedicht- oder Dramenanalyse?“ Das sind sicherlich Fragen, die sich viele Schülerinnen und Schüler im Laufe ihres Schullebens stellen. Ein alleiniger Verweis auf den Lehrplan ist unbefriedigend und darf im Sinne der Reflexion eigener Lernprozesse und der Lernmotivation nicht die Antwort sein. Auf Grundlage der Kompetenzvorgaben des Landes NRW und des schuleigenen Schwerpunktes der Persönlichkeitsbildung (Wer bin ich als Mensch?) bereitet der Deutschunterricht der Carolinenschule in der Oberstufe die jungen Erwachsenen nicht nur auf die Abiturprüfungen vor, sondern vor allem auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als ein eigenständiges Individuum: Figuren in literarischen Texten weisen mannigfaltige Identitätskonzepte auf, anhand derer die Lernenden ihre eigene Persönlichkeit reflektieren und bilden sollen. Gedichte sind nicht nur ästhetische Werke, sie sind verdichtete Möglichkeiten das eigene Sprachgefühl auszubilden, welches dann Werbung und Meinungsbeiträge kritisch hinterfragen kann und so die eigene Souveränität garantiert. Diese und viele weitere Bezüge zum eigenen Ich schaffen Verständnis und Motivation. Sie schaffen nicht bloß Abiturientinnen und Abiturienten, sie schaffen vor allem Persönlichkeiten mit Abitur.

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