Carolinencampus

Webseite der Neuen Carolinengesamtschule Bochum

Welttag der Philosophie 2020

Der Welttag der Philosophie wurde von der UNESCO ins Leben gerufen, um die Menschen zum kritischen, unabhängigen Denken zu ermutigen und durch ein besseres Verständnis Toleranz und Frieden zu fördern. Schulen sind dazu aufgerufen, sich durch Aktionen zu beteiligen und so auf philosophische Themen aufmerksam zu machen. Der Welttag der Philosophie findet in jedem Jahr am 3. Donnerstag im November statt. Auch die Carolinenschule beteiligt sich seit 3 Jahren an diesem Projekt. Der Tag der Philosophie wurde in den Jahren 2018 (Thema Freiheit und Sicherheit) und 2019 (Thema Glück) in der Schule mit Aktionen in den Pausen gefeiert. Dieses Jahr ist dies, bedingt durch die geltenden Hygiene Maßnahmen, etwas schwieriger. Deshalb hat sich die Fachschaft Philosophie (Frau Teufel) dazu entschieden, den Tag der Philosophie in diesem Jahr digital zu feiern! Also heiße ich Sie und euch herzlich willkommen zum Welttag der Philosophie 2020, mit dem Thema: 

Wahrheit und Wirklichkeit

Normalerweise findet ihr am Tag der Philosophie überall in der ganzen Schule Zitate zu dem jeweiligen Thema, die euch zum Nachdenken anregen und Diskussionsgrundlage sind. Dieses Jahr findet ihr unten eine digitale Pinnwand gefüllt mit Zitaten zu dem Thema! Scrollt euch durch die Zitate, drückt eure Zustimmung (Daumen hoch) oder Ablehnung (Daumen runter) aus und kommentiert die Zitate mit euren Gedanken! 

Mit Padlet erstellt

Umfrage: Muss man immer die Wahrheit sagen?

Ja, weil...

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – so hieß es schon in der bekannten Geschichte vom Hirtenjungen und dem Wolf

Auch der Philosoph Immanuel Kant würde dies so unterschreiben. Wenn es nach Kant ginge, müsste man IMMER die Wahrheit sagen, denn Lügen ist unvernünftig. Wenn man nicht immer die Wahrheit sagt, verlieren die Menschen das Vertrauen in die Gesellschaft. Verträge zum Beispiel wären nicht mehr gültig, denn wir könnten ja nicht sicher sein, dass in den Verträgen nicht gelogen wurde und dass sich auch wirklich alle, die den Vertrag unterschrieben haben, daran halten – sie könnten ja gelogen haben…

Copyright checkpoll.de Datenschutz bei teilnahme.

Nein, weil...

Eine Lüge ist erst dann eine Lüge, wenn man damit jemandem schadet – so zumindest sagt es der Philosoph Christian Wolff. Die Unwahrheit zu sagen ist nicht nur erlaubt, sondern manchmal sogar gefordert, nämlich dann, wenn man jemanden mit der Unwahrheit schützen kann!

Außerdem gibt es da ja auch noch Notlügen. Diese schützen nicht nur andere, sondern manchmal auch uns selbst.

Und mal ehrlich, er könnte sich schon vorstellen, immer die Wahrheit zu sagen…? 

Würdest du lügen....?

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Experiment: Eine Woche nicht lügen!

Immer wieder gibt es Menschen, die das Experiment wagen: für einen bestimmten Zeitraum soll gar nicht mehr gelogen werden. Das können 2 Tage, 1 Woche oder gar 40 Tage sein. Ihr wollt das selbst mal ausprobieren? Kein Problem! Hier sind die Regeln:

  • Eine ganze Woche lang dürft ihr nicht lügen. Nie. Ihr müsst immer die reine Wahrheit sagen!

Mehr Regeln gibt es gar nicht mehr. Klingt einfach? Wirklich? Ein Beispiel: Ein Lehrer betritt den Raum und wünscht der Klasse einen „Guten Morgen“. Ihr mögt diesen Lehrer aber vielleicht gerade gar nicht, weil ihr einen Test schreibt und du nicht gelernt hast. Du dürftest hier also nicht auch „Guten Morgen“ sagen! Anderes Beispiel: ein Mitschüler, mit dem ihr nicht so gut befreundet seid, fragt euch, wie es euch geht. Ihr seid gerade nicht glücklich, weil ihr unglücklich in jemanden aus der Klasse verliebt seid. Normalerweise würdet ihr dies diesem Mitschüler nie erzählen – jetzt müsst ihr aber, denn ihr müsst ja immer die Wahrheit sagen!

Ihr wollt es immer noch probieren? Okay! Ihr könnt gerne eure Erfahrungen aufschreiben und an Frau Teufel (per iServ) schicken. Wie lange schafft ihr es? Welche Probleme ergeben sich? In welchen Situationen habt ihr vielleicht geschummelt? Ich bin auf eure Berichte gespannt! 

Ist die Welt wirklich so, wie wir sie sehen?

Bei Anamorphosen handelt es sich um visuelle Illusionen – perspektivisch verzerrte Bilder, Zeichnungen oder Malereien. Wenn also Gegebenheiten und Blickwinkel stimmen, kann das menschliche Auge überlistet werden. Man meint dann etwas zu erkennen, was in Wirklichkeit überhaupt nicht da ist…

Optische Täuschungen

Wie wir Dinge wahrnehmen, hängt von der Fähigkeit unseres Gehirns ab, die von den Augen erfassten Informationen zu verarbeiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Erfahrung: Das Gehirn merkt sich ähnliche Objekte und ordnet sie zu. Es versucht, Verbindungen herzustellen und ein räumliches Bild daraus zu konstruieren. Dabei können uns unsere Sinne aber auch in die Irre führen: Bei „optischen Täuschungen“ wirken gleiche Gegenstände unterschiedlich groß, gleiche Farben heller oder dunkler, gerade Linien schief – oder wir sehen Dinge, die überhaupt nicht da sind.

Optische Täuschungen stellen also die Wirklichkeit in Frage.

Die 3D-Papier-Hand

Optische Täuschungen gibt es viele. Eine einfache Möglichkeit für euch, eure eigenen optischen Täuschungen herzustellen, ist die Täuschung der 3D-Hand (siehe Fotos rechts).

Eine Anleitung dazu findet ihr unter talu.de (oder unten). Es ist recht einfach:

Das braucht ihr:

  • Zeichenpapier
  • Bleistift
  • Filzstifte in Schwarz und farbig
  • Radiergummi

So geht ihr vor:

1. Schritt: Nehmt ein Blatt Zeichenpapier und einen Bleistift.

2. Schritt: Legt eure Hand auf das Papier und umrandet sie mit dem Bleistift. Ordentlich arbeiten und nicht zu kräftig aufdrücken.

3. Schritt: Der Handumriss ist geschafft? Dann wird es nun ein wenig kniffliger. Beginnt, von rechts nach links möglichst gerade Linien mit einem schwarzen Filzstift zu malen. Stoppt jeweils, sobald ihr auf den Umriss der Hand stößt. Dort zeichnen wir nämlich nicht die geraden Linien weiter, sondern flechten „Hügel“ ein.

Sobald der Handbereich vorbei ist, geht es wieder mit den geraden Linien weiter. 

4. Schritt: Setzt die Vorgehensweise fort, bis ihr ein paar Zentimeter über den Fingerspitzen angelangt sind.

5. Schritt: Verstärkt jede zweite Linie, macht sie also dicker als die übrigen. Als Utensil nutzen wir weiterhin den schwarzen Filzstift.

6. Schritt: Fügt zwischen den schwarzen viele bunte Linien mit farbigen Filzstiften ein. So, als würden wir unzählige Fäden in Rot, Blau, Grün etc. über unsere Hand legen.

7. Schritt: Zum Schluss können die Bleistiftlinien vom Anfang wegradiert werden.

Optische Täuschungen: Thaumatrop

Optische Täuschen selber basteln!

Ein Thaumatrop, auch Wunderscheibe oder Wunderdreher genannt, wurde um 1825 entwickelt. Es besteht aus einer Scheibe mit zwei Fäden, die an zwei sich gegenüberliegenden Punkten am Rand der Scheibe befestigt sind. Durch Verdrehen der Fäden und nachfolgendes Ziehen an deren Enden wird die Scheibe in Rotation versetzt. Im Auge des Betrachtenden verschmelzen die Bilder auf den beiden Seiten der rotierenden Scheibe zu einem Bild.

Du kannst dir ganz einfach deinen eigenen Thaumatrop bateln! Anleitungen dazu findest du zum Beispiel hier, hier oder hier

Das Gehirn im Tank

Woher wissen wir, dass die Welt wirklich so ist, wie wir sie erleben? Könnte es sein, dass unser ganzes Leben eine Illusion ist? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das philosophische Gedankenexperiment „Gehirn im Tank“. Der Erfinder (Hilary Putnam) behauptet, es sei undenkbar, dass wir uns radikal täuschen.,,

Sie und ihr seid euch unsicher, wie ihr zu diesem Gedanken steht? Macht den Philosophischen Selbsttest (geeignet ab Klasse 10) und findet heraus, ob ihr ein Skeptiker seid, der glaubt, dass es die Welt gar nicht gibt! Zum Test: Der philosophische Selbsttest: Bin ich ein Skeptiker?

Was sagt ihr dazu?

Sind wir alle nur ein Gehirn im Tank? Können wir beweisen, dass wir kein Gehirn im Tank sind? Wenn wir „nur“ ein Gehirn im Tank sind, sind unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen dann weniger wert? Macht es für uns selber überhaupt einen Unterschied, ob wir ein „echter“ Mensch in einer „echten“ Welt, oder nur ein Gehirn in einem Tank sind, wenn wir doch unser Leben in beiden Fällen genau gleich wahrnehmen würden? 

Schreibt eure Gedanken zu diesen Fragen unten in die Kommentare – oder schickt längere Aufsätze zu dem Thema mit dem Betreff „Gehirn im Tank“ an Frau Teufel bei iServ! 

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